Die Krankensalbung – Ein Sakrament des Lebens

Krankensalbung

Die Krankensalbung wurde früher oft als Sterbesakrament („Letzte Ölung“) missverstanden. Sie ist aber eine Feier mitten im Leben des Menschen, ein Zeichen der Zuwendung Gottes zu den Kranken.

Es ist sinnvoll, dass der Kranke ganz bewusst das Sakrament der Krankensalbung empfängt.  Die Krankensalbung kann bei jeder schweren körperlichen oder seelischen Krankheit gespendet werden, vor einer schweren Operation oder wenn im Alter die Kräfte merklich nachlassen.

Der Priester salbt zunächst die Stirn des Kranken mit dem Krankenöl und betet dabei: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes!“ Danach salbt der Priester die Hände und betet dabei: „Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf!“

Dies sind eindeutig keine Vorbereitungsgebete auf den Tod hin, sondern Bitten um Stärkung, Ermutigung und Heilung. Das eigentliche Sterbesakrament ist der Empfang der heiligen Kommunion als Nahrung und Stärkung auf dem Weg ins ewige Leben.

Die Krankensalbung kann wiederholt werden, wenn der Kranke nach seiner Gesundung erneut schwer erkrankt oder sich sein Gesundheitszustand verschlimmert.

In unserer Gemeinde wird einmal im Jahr ein besonderer Krankengottesdienst mit Spendung der Krankensalbung gefeiert.