Abschiedsgruß Pfarrer Roman Blasikiewicz

Roman Blasikiewicz, Pfarrer in St. Bernward von 2003 bis 2018

30.09.2018 - Liebe Mitglieder unserer Pfarrgemeinde,

zum Abschied grüße ich Sie in diesem Rahmen ein letztes Mal. Nach 15 Jahren als Pfarrer von St. Bernward werde ich Anfang Oktober Lehrte und unser Bistum Hildesheim verlassen.

Mit Erreichen meiner Altersgrenze entpflichtet mich die Diözese Hildesheim zum 30.09.2018 von meinen Aufgaben als Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Bernward Lehrte. Ich folge nun meiner Berufung zum Stiftskanoniker des Altöttinger Kollegiatstiftes St. Rupertus. Der Bischof von Passau, Dr. Stefan Oster, hat mich bereits zum 01.09. 2018 zum Kanonikus ernannt.

Am Sonntag, dem 23. September, habe ich von Ihnen Abschied genommen. Es waren 15 ereignisreiche Jahre, in denen ich hier mit Ihnen das Gemeindeleben mit viel Kraft und Engagement gestaltet habe. Ich habe mich von Anfang an in der St. Bernward Gemeinde sehr wohl gefühlt.  Ein großes Ereignis war dann die nicht immer einfache Phase der Fusion mit den Nachbargemeinden St. Maria/Sehnde und St. Josef/Bolzum. So haben wir zu einem guten Miteinander gefunden.

In diesen 15 Jahren meines priesterlichen Dienstes habe ich die verschiedensten Gottesdienste gehalten: Familienmessen, Gottesdienste für die Kinder der St. Bernward Schule und des Kindergartens, Erstkommunion- und Firm-Feiern, Hl. Messen in den Altenheimen, Open-Air-Gottesdienste, Taufen und Trauungen, ökumenische Gottesdienste (besonders auch am 1. Mai auf dem Rathausplatz mit dem DGB) dazu kommen die Werktags- und Sonn- und Feiertagsmessen. Eine große Freude machten mir die Fronleichnamsfeiern mit Prozession. Die Kindergartenprozession war für mich immer ein besonderes Highlight.

Die Verehrung der Gottesmutter Maria war für mich von Kindesbeinen an schon immer von großer Bedeutung. So habe ich besonders gern Mai- und Rosenkranz- Andachten gehalten und die marianischen Festtage mit Freude gefeiert. Das Anliegen vom Hl. Ludwig Maria Grignion „Durch Maria zu Jesus“ ist für mich bis heute und auch in Zukunft pastoral wegweisend.

Ein besonderes Anliegen waren für mich die Hl. Messen mit Krankensalbung und die vielen Sterbemessen, vorbereitet durch die Seelsorgegespräche mit den trauernden Angehörigen. Wichtig waren auch die vielen Beichtgespräche sowie die Begleitung der Erwachsenen, die getauft, und der Konvertiten, die in die katholische Kirche aufgenommen werden wollten. Meinen Primiz-Spruch aus dem Hebräerbrief „Für die Menschen bestellt“ konnte ich in unserer Gemeinde mit großer Freude aus ganzem Herzen mit Geist und Leben füllen. Dafür möchte ich mit Ihnen Gott Dank sagen - mit ihnen allen, die mich in den letzten 15 Jahren in meiner Seelsorgsarbeit und Gemeindepastoral mit großem Engagement unterstützt und im Gebet begleitet haben. Ich danke allen, die sich in den vielfältigen Aufgabenbereichen der großen Gemeinde so tatkräftig eingesetzt haben. Mein priesterlicher Dienst in den verschiedensten Bereichen der Gemeinde hat mich in den vergangenen Jahren mit großer Freude erfüllt und ich werde auf diese Zeit sehr gern zurückblicken.

Der folgende Ausspruch des Hl. Franz von Sales hat mir bei allen Veränderungen in meinem Leben immer wieder Mut gemacht: „Meine Vergangenheit kümmert mich nicht mehr, sie gehört dem göttlichen Erbarmen. Meine Zukunft kümmert mich noch nicht, sie gehört der göttlichen Vorsehung. Was mich kümmert und fordert, ist das Heute. Das aber gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines guten Willens.

Ich wünsche Ihnen allen für die Zukunft Gottes reichen Segen, den Schutz der Gottesmutter Maria und gute Wegbegleiter bei der Bewältigung all der anstehenden Herausforderungen.   

In meinem neuen Wirkungsfeld in Altötting, dem größten Marienwallfahrtsort Deutschlands, bleibe ich mit Ihnen im Gebet verbunden.

Ihr Roman Blasikiewicz, Pfarrer i. R.